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Das Fotobuch von SaalDigital

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Vor einigen Wochen sah ich auf Facebook eine „Testen Sie unser Fotobuch“-Werbeanzeige von Saal-Digital. Ich habe mich daraufhin für einen Test beworben und auch kurz darauf einen Gutschein für ein Fotobuch erhalten. In diesem Beitrag möchte ich euch kurz die Software, den Bestellprozess aber vor allem das erhaltene Fotobuch vorstellen und meine Meinung dazu da lassen!

Entwerfen und Gestalten des Fotobuchs

Das Design des Fotobuchs läuft über die Saal Design Software, welche es für Windows und macOS gibt. Nach Auswahl des Produkts kann man Dinge wie die Seitenzahl, die Oberflächen-Veredelung und mehr einstellen und nach den eigenen Wünschen auswählen.

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Anschließend geht’s ans eigentliche Design: hier gibt es eine große Fülle von vorgefertigten Themes für verschiedene Anlässe, auch sehr schlichte Designs mit mehr Möglichkeiten zur individuellen Anpassung. Hier kommt es natürlich auf die eigenen Bedürfnisse an, ich wollte ein schlichtes Fotobuch, bei dem die Bilder im Fokus stehen und habe dementsprechend ein weißes und sehr cleanes Design gewählt. Sollte man sich für die komplett leere Vorlage entscheiden, hat man komplett freie Möglichkeiten zur Gestaltung – mit allen Vor- und Nachteilen.

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Nun kommt der eigentlich spaßige Teil: Bilder ins Fotobuch ziehen, arrangieren und herumschubsen, bis man zufrieden ist. Bei mir wahr wohl der aufwendigste Teil die Bildersuche – welche Bilder sind es wirklich wert und qualitativ gut genug, dass sie gedruckt werden sollten.

Der Einband meines Fotobuchs ist übrigens ein Smartphone-Foto (iPhone 5s), welches ich mit VSCOCAM auf dem Smartphone bearbeitet hatte – qualitativ trotzdem vollkommen ausreichend, um auf zwei Seiten gestreckt gedruckt zu werden.

Ich habe für diesen Test sowohl auf Windows als auch macOS im Wechsel mit der Software gearbeitet. Dies klappt recht einfach, indem man auf dem einen System das Projekt exportiert und auf dem anderen importiert. Da ich meine Dateien sowieso über eine ownCloud synce, ist das sehr entspannt möglich.

Hat man einer Seite Bilder hinzugefügt, möchte aber später die Anordnung noch ändern, so klappt das über das Layout-Menu, ohne dass man erneut Bilder hinzufügen muss – ebenso kann man in Ebenen arbeiten, sollten mehrere Bilder, Textboxen oder andere Elemente übereinander liegen. Für Nutzer und Kenner von Photoshop, Illustrator & Co ist das sehr angenehm und intuitiv – man fühlt sich sofort daheim.

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Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Nutzer, die bisher wenig Kontakt zu professioneller Design- und Fotografie-Software hatten, durchaus erst einmal überfordert sind. Auch wenn man anfangs schön an die Hand genommen wird, sitzt man im zweiten Schritt vor einer großen Oberfläche mit vielen Möglichkeiten. Ich weiß zu schätzen, dass man so gut wie alles mit der Software umsetzen kann (Import eigener Fonts, Effekte, um nur ein paar zu nennen), man kann sich aber auch etwas verloren fühlen. Jedoch bietet Saal-Digital online neben einem Blog zur Saal Design Software auch umfangreiche Video-Tutorials an – beides half auch mir an der einen oder anderen Stelle.

Wem all das nicht ausreicht, dem bietet SaalDigital auch die Möglichkeit, Fotobücher direkt in Photoshop, InDesign oder anderer Software zu erstellen. Dafür bietet SaalDigital PlugIns und Profile zum Download. Ich habe mich für diesen Test erst einmal auf die SaalDigital Software verlassen – eventuell werde ich aber bei meinem nächsten Fotobuch einmal den Weg über Photoshop/InDesign gehen. Umfassende Informationen zu allen wichtigen Schritten gibt’s auf dieser Seite.

Bestellprozess und Lieferung

Die Bestellung klappt direkt aus der Software heraus, ohne dass man etwas manuell auf einer Internetseite hochladen müsste. Lieferadresse, Zahlungsinformationen und alles andere können dort direkt festgelegt und für kommende Aufträge gespeichert werden. Über den aktuellen Produktionsstatus und den Versand wird man über die Homepage auf dem Laufenden gehalten, wo auch eine etwaige Reklamation oder Rückfragen bei Problemen möglich sind.

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In meinem Fall lief alles einwandfrei, die Produktion war schneller als erwartet und insgesamt hatte ich das Buch schon nach 4 Tagen in meinen Händen. Der Versand erfolgt dabei gut geschützt in einem stabilen Umschlag – ich kenne viele Fotografen, bei denen Fotobücher, Kalender etc gerne mal geknickt in den Briefkasten gestopft werden, das kann hier nicht passieren. Außer der DHL-Bote knickt den Umschlag mithilfe seines Wagens 😉

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Zum Fotobuch selbst

Jetzt aber zum eigentlich interessanten Teil, weshalb Ihr vermutlich alle hier seid: das Fotobuch selbst. Ich habe übrigens die Variante mit mattem Umschlag aber glänzenden Seiten gewählt – hierdurch sollen die Farben noch brillianter zur Geltung kommen und laut Berichten anderer Kunden halten sich Spiegelungen trotzdem in Grenzen.

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Ich kann diese Einschätzung bestätigen – ich tat mir sogar richtig schwer damit, starke Spiegelungen auf den Seiten zu fotografieren, die Farben wirken absolut brillant und es macht richtig Spaß, einzelne Bilder auch im Detail anzuschauen.

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Was aber auch auffällt: die Ansprüche an Fotos sind dadurch nicht gerade klein. Ich schrieb bereits, dass auch ein Smartphone-Foto durchaus für den Druck ausreicht, jedoch habe ich auch ein Foto, bei dem mir auf dem Computer-Display keine besonders starke Unschärfe auffiel, über zwei Seiten gestreckt gedruckt – hier fällt auf, dass der Fokus des Bildes nicht perfekt passt. Im Zweifel checkt eure Bilder also lieber doppelt, damit ihr am Ende nicht enttäuscht werdet!

Saal-Digital weist auch daraufhin, dass bei den verwendeten Schriftarten auf eine hohe Auflösung zu achten ist. Mit den integrierten Schriftarten sei dies bereits gewährleistet, auch das kann ich bestätigen. Schriften wirken absolut gestochen scharf und sind gut zu lesen. Ich habe im Fotobuch – genau wie auf meiner Homepage – viel mit weißen Flächen und simpel gehaltenen Schriften gearbeitet – das ist ganz nett, allerdings solltet ihr mit zu viel Whitespace aufpassen, gedruckt wirkt das doch noch einmal etwas anders als auf dem Display.

Die Bindung des Fotobuchs ist übrigens richtig klasse und macht richtig Spaß! Dadurch, dass immer zwei ganze Seiten miteinander verklebt werden, gibt es in der Mitte des Fotobuchs keine „Spalte“, man kann Bilder also wunderbar über mehrere Seiten hinweg drucken, ohne dass ein Teil des Bildes in der Bindung „verloren geht“.

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Man blättert so sehr gerne durch das Buch und es ist schon fast schade, wenn man nach (in meinem Fall) 26 Seiten schon am Ende angekommen ist.

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Und das ist vielleicht auch der größte Wehrmutstropfen: ich erhielt das Fotobuch zum Test geschenkt, normal wären dafür inkl Versand knapp 40€ fällig gewesen. Das ist ein stolzer Betrag, der aufgrund der Qualität zwar absolut gerechtfertig ist, einen aber trotzdem erst einmal schlucken lässt. Ich als Student und „nur“ nebenberuflicher Fotograf könnte mir nicht all zu oft ein solches Fotobuch mit aktuellen Bildern leisten, weiß aber jetzt schon, dass ich definitiv einmal im Jahr einen fotografischen Jahresrückblick als Fotobuch gestalten werde. Denn digitale Fotos sind das Eine – diese aber gedruckt als Buch vor sich zu haben und so auch über die Jahre den eigenen Fortschritt sehen zu können, etwas Anderes.

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Von mir gibt es also eine uneingeschränkte Empfehlung des Fotobuches von Saal-Digital – vorausgesetzt, ihr seid gewillt, einige Euros dafür auszugeben! 🙂

PS: Übrigens könnt auch ihr euch für einen Erfahrungsbericht bewerben, die entsprechende Seite findet ihr hier.

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Tobias Hage

21 Jahre junger Fotograf aus Aschaffenburg mit einer großen Liebe für's Reisen, Musikmachen und natürlich Fotografieren.

hallo@tobiashage.de

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